Fortpflanzung
Trifft ein Männchen auf ein Weibchen plattet es seinen Körper maximal ab, schaukelt hin und her, rollt den Schwanz rhythmisch auf und ab und zeigt dabei ein prächtiges Balzkleid. Ist das Weibchen nicht zur Paarung bereit, färbt es sich intensiv dunkel und droht dem Männchen mit offenem Maul. Zieht sich dieses daraufhin nicht zurück, kann es vom Weibchen ernsthaft verletzt werden, wobei es sich selbst nicht verteidigt, da es durch eine Art Beißhemmung blockiert ist. In der Natur ist das Weibchen einmal im Jahr paarungsbereit. Dies ist dann an einer türkisblauen Färbung im oberen Rückenbereich zu erkennen. Das balzende Männchen überholt das nur langsam flüchtende, paarungsbereite Weibchen und versetzt diesem heftige Stöße in die Flanke. Die sich mehrmals täglich wiederholenden Paarungen dauern zwischen 10 und 30 Minuten und finden in einem Zeitraum von meist drei bis vier Tagen, in Ausnahmefällen auch zwei Wochen, statt.
Die sich anschließende Trächtigkeit wird vom Weibchen durch eine dunkelgrüne, fast schwarze Grundfarbe, mit gelben und türkisblauen Flecken angezeigt.
Nach einer durchschnittlichen Dauer von 20 bis 30 Tagen, in Ausnahmen bis zu 50 Tagen, gräbt das Weibchen ein tunnelförmige Höhle an deren Ende die im Schnitt 30 bis 40 (maximal bis zu 100), etwa 15 Millimeter langen und 10 Millimeter breiten Eier abgelegt werden. Danach wird diese Höhle verschlossen. Je nach Temperatur (20 bis 30 Grad Celsius) schlüpfen die 55 bis 75 Millimeter langen Jungtiere nach fünf bis neun Monaten. Bei konstant 28 Grad Celsius schlüpfen nach etwa sechs Monaten Männchen und Weibchen, während bei einer Inkubationstemeperatur von ständig über 30 Grad Celsius fast nur Männchen schlüpfen. Hier liegt offensichtlich eine temperaturabhängige Geschlechtsausbildung (TAGA) vor. Außerdem scheinen die Jungtiere ihren Schlupf zu koordinieren beziehungsweise zu synchronisieren, da meist alle
Tiere eines Geleges am selben Tag schlüpfen. Geteilte, aber unter gleichen Bedingungen inkubierte Gelege schlüpfen oft an völlig unterschiedlichen Tagen